Zahnprobleme im Alter bleiben oft unbemerkt, weil sie selten wehtun und sich langsam entwickeln. Die Folgen sind trotzdem erheblich: Wer schlecht kaut, isst einseitiger und nimmt ab. Eine schlecht sitzende Prothese führt zu Druckstellen, und Entzündungen im Mund belasten den gesamten Körper.
Zwei Punkte vorweg, die häufig falsch gemacht werden. Eine Prothese, die drückt oder wackelt, gehört zum Zahnarzt und nicht dauerhaft mit mehr Haftcreme kompensiert – der Kiefer verändert sich über die Jahre, und Anpassungen sind Routine. Und auch mit Vollprothese bleibt die halbjährliche Kontrolle sinnvoll, weil Zahnfleisch, Zunge und Mundschleimhaut untersucht werden.
Die tägliche Pflege
Die Prothese wird nach jeder Mahlzeit abgespült und einmal täglich gründlich mit Bürste und Reinigungsmittel gesäubert – über einem mit Wasser gefüllten Waschbecken, damit sie beim Herunterfallen nicht bricht. Normale Zahnpasta ist ungeeignet: Die Putzkörper zerkratzen den Kunststoff, und in den Kratzern siedeln sich Beläge an.
Über Nacht gilt die aktuelle Empfehlung, die Prothese herauszunehmen, damit sich die Schleimhaut erholt. Aufbewahrt wird sie trocken in einer belüfteten Dose, nicht dauerhaft im Wasserglas – im stehenden Wasser vermehren sich Keime.
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Unser Fazit
Die Prothese wird täglich mechanisch gereinigt, nicht nur eingelegt, und nachts trocken aufbewahrt. Haftcreme sparsam und nur als Ergänzung. Für eigene Zähne eine elektrische Bürste mit weichem Aufsatz. Und bei Druckstellen, verändertem Sitz oder Schmerzen gilt dasselbe wie mit dreißig: Das gehört behandelt, nicht ausgehalten. Wer schlecht kaut, isst schlechter – und Gewichtsverlust im Alter ist schwerer wieder aufzuholen als in jungen Jahren.
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