Fernsehen und Radio ohne Frust: den Sesselplatz richtig einrichten

Der Fernsehabend ist für viele ältere Menschen der feste Punkt im Tag – und gleichzeitig eine tägliche Quelle von Ärger. Die Fernbedienung hat vierzig Tasten, von denen man drei braucht, die Beschriftung ist grau auf schwarz, und einmal falsch gedrückt ist der Sender weg und der Bildschirm blau. Dazu ein Sessel, in dem der Rücken nach zwanzig Minuten schmerzt, und ein Zimmer, das entweder zu dunkel oder grell beleuchtet ist.

Das lässt sich fast vollständig abstellen – nicht durch ein neues Fernsehgerät, sondern durch ein paar gezielte Änderungen am Platz davor. Die folgenden Punkte sind nach Wirkung sortiert: Das Erste löst das häufigste Problem.

Das eigentliche Problem ist selten das Gerät

Moderne Fernseher sind technisch einfach zu bedienen, ihre Fernbedienungen sind es nicht. Sie sind für Menschen gebaut, die Streamingdienste, Mediatheken und Spielekonsolen umschalten. Wer nur zwischen sechs Sendern wechseln und die Lautstärke ändern will, kämpft mit einem Werkzeug, das für einen ganz anderen Zweck entworfen wurde. Eine reduzierte Fernbedienung ist deshalb kein Notbehelf, sondern das passendere Gerät.

Beim Radio ist es ähnlich: Seit der Umstellung auf DAB+ haben viele Geräte Menüs statt Drehknöpfe. Ein Radio mit großem, kontrastreichem Display und echten Stationstasten nimmt diese Hürde weg.

Worauf man beim Fernsehplatz achten sollte

  • Tastenzahl und Kontrast: Wenige, große Tasten mit klarer Beschriftung schlagen jede Zusatzfunktion.,Sitzhöhe und Sitzfläche: Wer nach zwanzig Minuten rutscht oder sich schief setzt, hat ein Sitzproblem, kein Rückenproblem.,Nackenstütze: Der Kopf braucht beim Fernsehen eine Auflage, sonst arbeitet die Nackenmuskulatur den ganzen Abend gegen die Schwerkraft.,Licht neben dem Sessel: Ein dunkler Raum mit hellem Bildschirm ermüdet die Augen. Dimmbares indirektes Licht ist deutlich angenehmer.,Aufstehen mitdenken: Alles, was auf dem Beistelltisch steht, sollte im Sitzen erreichbar sein – jedes unnötige Aufstehen ist ein Sturzrisiko.

Fünf Dinge, die den Fernsehabend angenehmer machen

Senioren-Fernbedienung mit großen Tasten

Senioren-Fernbedienung mit großen Tasten

Reduziert auf das, was tatsächlich gebraucht wird: Ein/Aus, Lautstärke, Programmwechsel und wenige Direktwahltasten – alles groß, gut auseinanderliegend und deutlich beschriftet. Der Vorteil liegt nicht nur in der Größe, sondern im Weglassen: Man kann sich nicht mehr versehentlich in ein Menü verirren, aus dem man ohne Hilfe nicht mehr herausfindet. Vor dem Kauf prüfen, ob das eigene Fernsehmodell in der Kompatibilitätsliste steht oder sich anlernen lässt.

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DAB+-Radio mit großem Display

DAB+-Radio mit großem Display

Das Hama DR1000DE zeigt Sendername und Uhrzeit in großer Schrift und hat echte Speicherplätze, die sich mit einem Tastendruck aufrufen lassen. Damit entfällt das Durchblättern von Senderlisten, das bei DAB+-Geräten sonst die größte Hürde ist. Einmal eingerichtet – am besten gemeinsam mit einem Angehörigen – funktioniert es wie ein altes Analogradio: einschalten, Taste drücken, fertig.

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Sitzkissen aus Memory-Schaum

Sitzkissen aus Memory-Schaum

Ein durchgesessener Sessel lässt das Becken nach hinten kippen, und der Rücken macht die Schräglage mit. Ein Kissen aus viskoelastischem Schaum stellt die Sitzfläche wieder her und verteilt den Druck gleichmäßig – das ist besonders wichtig für alle, die lange sitzen und eine empfindliche Haut haben. Der Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein; auf eine rutschfeste Unterseite achten, sonst wandert das Kissen.

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Nackenrolle für Sessel und Sofa

Nackenrolle für Sessel und Sofa

Die meisten Sessel enden auf Schulterhöhe, der Kopf bleibt ohne Auflage. Eine Nackenrolle füllt diese Lücke und nimmt der Halsmuskulatur die Dauerarbeit ab. Wichtig ist die richtige Stärke: zu dick drückt das Kinn auf die Brust, zu dünn bringt nichts. Modelle mit Gurt bleiben an Ort und Stelle, statt bei jeder Bewegung nach unten zu rutschen.

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Dimmbare LED-Stehlampe für den Sesselplatz

Dimmbare LED-Stehlampe für den Sesselplatz

18 Watt LED, stufenlos dimmbar – damit lässt sich der Raum so aufhellen, dass der Kontrast zum Bildschirm nicht mehr blendet, ohne dass es hell wie am Mittag wird. Für das Lesen zwischendurch dreht man einfach auf. Eine Stehlampe hat gegenüber einer Tischlampe den Vorteil, dass sie keinen Platz auf dem Beistelltisch wegnimmt; auf einen schweren, breiten Fuß achten, damit sie beim Aufstehen nicht zur Stolperfalle wird.

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Unser Fazit

Wer den Fernsehabend angenehmer machen will, fängt bei der Fernbedienung an – dort entsteht der meiste Ärger, und dort ist er mit einem einzigen Gerät behoben. Danach lohnt der Blick auf den Sitzplatz: Sitzkissen, Nackenstütze und eine dimmbare Lampe kosten zusammen wenig und verändern spürbar, wie lange man entspannt sitzen kann. Das Fernsehgerät selbst muss dafür in aller Regel gar nicht angefasst werden.

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