Rauchmelder und Kohlenmonoxidmelder für den Seniorenhaushalt

Die meisten Menschen sterben bei einem Wohnungsbrand nicht durch Flammen, sondern durch Rauchgase – und die meisten davon im Schlaf. Der Geruchssinn schaltet im Schlaf ab, Rauch weckt niemanden. Genau dafür gibt es Rauchmelder, und genau deshalb sind sie in allen Bundesländern vorgeschrieben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rauchmelderpflicht: gilt bundesweit – Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege führen
  • Zehn-Jahres-Batterie: erspart das jährliche Wechseln, das im Alter zur Kletterpartie wird
  • Kohlenmonoxidmelder: ein eigenes Gerät – ein Rauchmelder erkennt CO nicht
  • Hitzemelder für die Küche: Rauchmelder lösen dort beim Braten aus und werden dann abgehängt
  • Für Gehörlose: Melder mit Blitzlicht und Rüttelkissen können als Hilfsmittel verordnet werden

Was viele über Kohlenmonoxid nicht wissen

Kohlenmonoxid ist geruchlos, farblos und schwerer zu bemerken als jedes andere Gas im Haushalt. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung – an Gasthermen, Kaminöfen, Gasherden und Heizpilzen. Ein Rauchmelder schlägt dabei nicht an, weil er auf Partikel reagiert und nicht auf Gas. Wer mit Gas heizt oder einen Ofen betreibt, braucht ein zweites Gerät.

Die frühen Anzeichen einer Vergiftung – Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit – werden bei älteren Menschen besonders leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Genau das macht CO im Seniorenhaushalt so gefährlich. Und die Wartung der Gastherme durch den Schornsteinfeger ersetzt keinen Melder: Sie prüft einmal im Jahr, der Melder überwacht dauerhaft.

Fünf Melder für die Wohnung

Ei Electronics Ei650 Rauchmelder mit Zehn-Jahres-Batterie

Ei Electronics Ei650 Rauchmelder mit Zehn-Jahres-Batterie

Rauchmelder mit fest verbauter Langzeitbatterie. Die zehn Jahre sind im Seniorenhaushalt das entscheidende Merkmal: Kein jährlicher Batteriewechsel bedeutet, dass niemand auf einen Stuhl steigen muss – und dass der Melder nicht abgehängt wird, wenn nachts das Warnsignal für die schwache Batterie piept.

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Rauchmelder mit Magnethalterung und Zehn-Jahres-Batterie

Rauchmelder mit Magnethalterung und Zehn-Jahres-Batterie

Variante mit magnetischer Befestigung, die ohne Bohren an der Decke hält. Für Mietwohnungen und für alle, die keine Leiter mehr benutzen sollten, ist das die praktikable Montage. Auf tragfähigen Untergrund achten – auf Raufasertapete hält Klebemontage nicht dauerhaft.

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Funkvernetztes Rauchmelder-Set

Funkvernetztes Rauchmelder-Set

Melder, die sich untereinander verbinden: Löst einer aus, warnen alle. Das ist der wichtigste Punkt in größeren Wohnungen und über zwei Etagen – ein Melder im Keller nützt nichts, wenn er im Schlafzimmer nicht zu hören ist. Für Menschen mit vermindertem Gehör ist die Vernetzung fast Pflicht.

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Hitzewarnmelder für die Küche

Hitzewarnmelder für die Küche

Melder, der auf Temperatur reagiert statt auf Rauch. In der Küche ist das die richtige Bauart: Ein Rauchmelder löst dort beim Anbraten aus, wird als Fehlalarm empfunden und irgendwann abgeschaltet – und dann fehlt er im Ernstfall. Der Hitzemelder ersetzt den Rauchmelder aber nur in der Küche.

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X-Sense Kohlenmonoxidmelder

X-Sense Kohlenmonoxidmelder

Eigenständiges Gerät für CO. Es gehört dorthin, wo verbrannt wird – in die Nähe von Gastherme, Kaminofen oder Gasherd, aber nicht direkt darüber. Wer weder Gas noch Ofen hat, braucht es nicht; wer beides hat, sollte nicht darauf verzichten.

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Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Prüfzeichen: Geräte nach DIN EN 14604, gern zusätzlich mit dem Q-Kennzeichen für geprüfte Langlebigkeit
  • Zehn-Jahres-Batterie: nicht wegen der Kosten, sondern weil der Batteriewechsel im Alter das Problem ist
  • Stummschalttaste: muss vom Boden aus mit einem Besenstiel erreichbar sein, sonst wird der Melder abgerissen
  • Lautstärke: mindestens 85 Dezibel – bei Schwerhörigkeit reicht auch das oft nicht
  • Anbringung: mittig an die Decke, nicht in die Zimmerecke und nicht direkt neben den Lüftungsauslass

Wer zahlt, wer haftet, und ein wichtiger Sonderfall

Rauchmelder sind Pflicht, die Details regeln die Bundesländer unterschiedlich: In den meisten Ländern muss der Eigentümer einbauen, für die Wartung ist je nach Land der Eigentümer oder der Mieter zuständig. In einer Mietwohnung fragen Sie also zuerst beim Vermieter nach, statt selbst zu kaufen.

Der Sonderfall, der viel zu selten genutzt wird: Für gehörlose und stark schwerhörige Menschen gibt es Rauchwarnanlagen mit Blitzlicht und Rüttelkissen fürs Bett. Solche Signalanlagen sind Hilfsmittel und können bei entsprechender Indikation ärztlich verordnet und von der Krankenkasse übernommen werden. Wenn im Haushalt jemand nachts das Hörgerät herausnimmt, ist ein normaler Melder wirkungslos – sprechen Sie das in der HNO-Praxis oder beim Hörgeräteakustiker an.

Unser Fazit

Ein Melder mit Zehn-Jahres-Batterie in jedem Schlafraum und im Flur ist das Minimum, und es ist Pflicht. In der Küche gehört ein Hitzemelder hin, kein Rauchmelder – sonst wird er abgeschaltet. Wer mit Gas heizt oder einen Ofen hat, braucht zusätzlich einen CO-Melder. Und wenn jemand im Haushalt schlecht hört, ist die Vernetzung oder eine Signalanlage mit Rüttelkissen kein Extra, sondern der eigentliche Punkt.

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