Rollator Bremse einstellen: Sicherheit prüfen

Eine schlecht eingestellte Rollator-Bremse ist gefährlich: Greift sie zu spät, besteht Sturzgefahr. Zieht sie zu früh, ist das Schieben anstrengend. Die gute Nachricht: Die Bremsen der meisten Rollatoren lassen sich in wenigen Minuten selbst nachstellen – ohne Werkzeug und ohne Fachkenntnisse. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Regelmäßig prüfen: Bremsen mindestens alle 3 Monate auf Funktion kontrollieren
  • Anzeichen für Verschleiß: Bremse greift erst sehr spät, Hebel liegt locker in der Hand, Rollator zieht beim Bremsen zur Seite
  • Meist selbst behebbar: Lose Bremszüge können mit einem Inbusschlüssel nachgezogen werden
  • Im Zweifel Fachmann: Sanitätsfachhandel oder Rollatorhersteller überprüfen Bremsen kostenlos oder günstig

Schritt-für-Schritt: Rollator-Bremse einstellen

Schritt 1: Bremshebelspiel prüfen

Drücken Sie den Bremshebel langsam zusammen. Zwischen entspanntem Hebel und dem Punkt, an dem die Bremse greift, sollte nur ein kleiner Spielraum sein – etwa 1–2 cm. Ist der Weg weiter, ist das Bremsseil zu locker.

Schritt 2: Bremsschraube nachziehen

Am Ende des Bremsseils (wo es in die Bremse läuft) befindet sich eine Einstellschraube oder -mutter. Diese mit einem Inbusschlüssel (meist 4 oder 5 mm) oder einer Zange im Uhrzeigersinn drehen, um das Seil zu straffen. Dann Bremshebel erneut prüfen.

Schritt 3: Gleichmäßigkeit prüfen

Beim Bremsen muss der Rollator gerade stehen bleiben – zieht er zur Seite, greifen die Bremsen ungleichmäßig. Stellen Sie in diesem Fall beide Seiten einzeln nach.

Schritt 4: Feststellbremse kontrollieren

Viele Rollatoren haben eine Feststellbremse (nach unten drücken = blockiert). Diese muss fest einrasten und sich nicht selbst lösen. Ist das nicht der Fall, prüfen Sie den Rastmechanismus oder bringen Sie den Rollator zum Sanitätsfachhandel.

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Worauf sollten Sie bei der Rollator-Bremse achten?

  • Bremstyp: Felgenbremsen (häufig bei Innen-Rollatoren) und Trommelbremsen (häufig bei Außen-Rollatoren) werden unterschiedlich eingestellt
  • Bremshebelhöhe: Der Hebel sollte für Ihre Handgröße gut greifbar sein – viele Rollatoren erlauben Höhenverstellung
  • Bremsbeläge: Sind die Gummibeläge abgenutzt, hilft kein Nachstellen mehr – dann müssen sie ersetzt werden
  • Feststellbremse: Besonders wichtig beim Hinsetzen – muss sicher einrasten und halten
  • Regelmäßige Wartung: Mindestens einmal jährlich vom Sanitätsfachhandel durchchecken lassen

Häufige Fragen

Wie oft sollte man die Rollator-Bremsen prüfen?
Prüfen Sie die Bremsen mindestens alle drei Monate: Kurz vor dem Losfahren einfach beide Bremshebel kräftig drücken und schauen, ob der Rollator sofort steht. Fährt er noch weiter, ist sofortiges Nachstellen nötig.

Kann man den Rollator selbst zur Wartung einschicken?
Viele Hersteller bieten einen Reparaturservice an. Alternatively können Sie den Rollator zu einem Sanitätsfachhandel in Ihrer Nähe bringen. Oft ist eine einfache Bremseneinstellung kostenlos oder sehr günstig.

Wann muss der Rollator in die Werkstatt?
Wenn das Bremsseil reißt, die Bremsbeläge komplett abgenutzt sind, der Hebelmechanismus klemmt oder der Rollator trotz Einstellung ungleichmäßig bremst. Diese Reparaturen sollten Fachleute übernehmen.

Unser Fazit

Gut eingestellte Bremsen sind kein Luxus – sie sind lebensnotwendig. Überprüfen Sie die Bremsen Ihres Rollators regelmäßig, und zögern Sie nicht, bei Unsicherheiten den Sanitätsfachhandel aufzusuchen. Wer nach einem neuen Rollator sucht, ist mit dem KMINA Indoor-Modell oder dem ELONEO Wohnungsrollator sehr gut beraten – beide überzeugen durch zuverlässige Bremstechnik und gute Kundenbewertungen.

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